GÜTTENBACH - PINKOVAC

Gemeinde

Im sanft hügeligen Südburgenland liegt die Marktgemeinde Güttenbach mit Ihren 942 Einwohnern.
Das Dorf ist eine geschlossene Siedlung, nur der Meierhof und einige Häuser an der Grenze zu Neuberg (Forstsiedlung) sind vom Ort ca. 2 km entfernt.

Güttenbach liegt im nördlichen Teil des Bezirks Güssing am Rand der Punitzer Platte, etwas abseits der Durchzugsstraßen, im Tal des gleichnamigen Baches. Während die Talsohle in 263 m Seehöhe liegt, steigt das umliegende Land am Talrand nach Nordosten zum Meierhof an. Der Höhenunterschied beträgt 70 m. Das Gebiet um Güttenbach ist ein Teil der südburgenländisch-steirischen Hügel- und Terrassenlandschaft.

Über 80 % der Einwohnerschaft gehören der burgenländischkroatischen Volksgruppe an, die seit über 450 Jahren diesen Raum bevölkert. Bis zum heutigen Tag hat sich eine Zweisprachigkeit, die ein gutes Miteinander im Geiste der Toleranz sicherstellt, im privaten wie öffentlichen Leben erhalten. Die gelebte Zusammengehörigkeit ist auch der Motor für das rege Dorfleben und die ständige Weiterentwicklung der Gemeinde im Sinne der Interessen und Bedürfnisse ihrer Bürger.

Die relativ kompakte Siedlungsstruktur (keine Ortsteile) der Gemeinde hat schon früh zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls geführt und Werte wie Einheit und Gemeinsamkeit gestärkt.

In diesem Zusammenhang sei nur die Aufbruchstimmung gegen Ende des letzten Jahrhunderts erwähnt: Nach Auflösung einer Verwaltungsgemeinschaft wurde eine eigene Gemeindeverwaltung installiert, ein Standesamt eingerichtet, ein eigenständiger Sanitätskreis gebildet und ein eigener Kreisarzt angestellt. Die Wappenverleihung und Markterhebung von Güttenbach trug ebenfalls zur Identitätsstiftung bei.

 

In weiterer Folge hat sich die Gemeinde mit der Errichtung der ersten Kinderkrippe im Bezirk und des Pflegeheims „Seniorenpension Güttenbach“  als Dienstleistungsgemeinde für Jung und Alt etabliert. Diesem Trend entsprechend folgten Investitionen in den Ausbau des Freizeitangebots. Aber auch der ökologische Aspekt kam nicht zu kurz. Die flächendeckende Versorgung des Ortsgebiets mit Fernwärme aus Biomasse stellte einen Meilenstein in der Energiewirtschaft dar. Die Anlage von ausgedehnten Windschutz- und Biotopverbundsystemen verstärkte das Bewusstsein um die Notwendigkeit nachhaltigen Wirtschaftens. Schließlich sorgen die laufenden Erneuerungen der kommunalen Bauten sowie überregionale Kooperationen im Bereich der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur für den notwendigen Modernisierungsschub.

Nationale und internationale Auszeichnungen (z. B.: Europäischer Dorferneuerungspreis, Jugendfreundlichste Gemeinde, Naj selo) würdigen immer wieder die Leistungen der Marktgemeinde.

Das Aushängeschild der Gemeinde ist aber das Vereins- und Kulturgeschehen, das die Nachteile des Wochenpendelns aufwiegt. Die Vereine machen gezielte Nachwuchsarbeit, wobei die Jugendlichen oft  sehr früh Verantwortung übernehmen. Viele Vereinserfolge sind dadurch gesichert und helfen der Gemeinde im Kampf gegen die Abwanderung. Die Gemeindeverwaltung fördert  dieses Vereinsleben in verschiedenster Weise. Einerseits durch die Bereitstellung von Infrastruktur (z.B. durch die Errichtung des Feuerwehr- und Kulturhauses im Ortszentrum, das Gemeindeamt als Servicestelle für die Vereine), andererseits durch regelmäßige Vereinskonferenzen, gemeinsame Veranstaltungen und erhöhte Subventionen für Arbeit mit Jugendlichen.

Das Siedlungswesen der Gemeinde ist gekennzeichnet durch eine weit auseinander gezogene Struktur, die historisch gewachsen ist. Seitens der Gemeinde wurde versucht, einen Gegenpol dazu zu schaffen, indem alle öffentliche Bauten und Einrichtungen mit dem Festplatz in der Ortsmitte konzentriert wurden. Auch die neuen Wohnsiedlungsprojekte wurden durch aktive Baulandbewirtschaftung im Zentrum der Marktgemeinde verwirklicht.

Güttenbach hat im Wesentlichen zwei architektonische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die mit drei runden Türmen ausgestattete Pfarrkirche (geplant von Arch. Karl Holey) ragt im Ortszentrum über die Häuser hinaus. Etwas versteckt im Wald am Meierhof präsentiert sich das Kastell, das nach einem jahrelangen „Dornröschenschlaf“ in den letzten Jahren von einem neuen Eigentümer aufwändig renoviert wurde.

Die Steigerung des touristischen Angebots in Form von Sport- und Freizeiteinrichtungen orientiert sich an den landesweiten Strategieplanungen und Fördermaßnahmen. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten beteiligt man sich an regionalen Leitprojekten, so finden sich auf dem Hottergebiet von Güttenbach zahlreiche Rad-, Reit- und Wanderwege.

Güttenbach ist bei der überregionalen kommunalen Kooperation eine Vorzeigegemeinde. Folgende Projekte wurden mitunterstützt oder initiiert:

- Kinderkrippe

- Wasserverband

- Abwasserverband

- ÖkoEnergieland

 

Besondere Preise und Auszeichnungen

  • Europäischer Dorferneuerungspreis
  • Jugendfreundlichste Gemeinde
  • Naj selo
  • Beliebteste Feuerwehr
  • Müllionäre
  • Rot-Kreuz-Gemeinde

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